Prüfpunkt shop-variantenSEO je Seitentyp
Varianten- und Filteradressen: ein Canonical auf die Hauptadresse
Ein Shop erzeugt zu einem Produkt leicht Dutzende Adressen: ?farbe=rot, ?size=m, ?sort=preis, ?page=2. Für Google ist jede davon eine eigene Seite mit fast demselben Inhalt. Ohne Angabe, welche die Hauptadresse ist, verteilt sich die Wirkung auf alle Varianten und keine steht gut. Der Prüfbereich SEO prüft auf Shop-Seiten mit solchen Parametern, ob ein Canonical ohne diese Parameter gesetzt ist.
Was genau geprüft wird
Trägt die gemessene Adresse Parameter, die eine Variante oder einen Filter bezeichnen (farbe, color, größe, size, variant, sku, filter, sort, order, page, preis, marke und Verwandte), liest der Messkern den Canonical der Seite. Fehlt er oder trägt er selbst einen dieser Parameter, entsteht der Befund mit den gefundenen Parametern. Tracking-Parameter wie utm_source zählen nicht als Variante.
Warum das zählt
Google wählt ohne Canonical selbst eine Hauptadresse, und das ist oft die falsche: eine Filteransicht ohne Text oder eine Variante, die kaum jemand sucht. Interne Links, externe Verweise und die Bewertung der Seite verteilen sich auf viele Adressen. Ein Canonical bündelt das auf die Produktseite oder die Kategorie.
Grenzen der Prüfung
Der Prüfbereich misst nur Adressen, die der Crawl erreicht. Eine Filteradresse, die nirgends verlinkt ist, wird nicht gemessen. Ob eine Variante eine eigene Seite verdient (etwa eine Farbe, die gezielt gesucht wird), ist eine Entscheidung des Shops; dann bekommt sie eigenen Inhalt und ihren eigenen Canonical.
So gehen Sie es an
- Auf Produktseiten mit Varianten einen Canonical auf die Adresse ohne Parameter setzen; die meisten Shopsysteme haben dafür eine Einstellung im SEO-Modul.
- Filter- und Sortieransichten von Kategorien auf die Kategorieseite kanonisieren und zusätzlich per robots-Meta noindex kennzeichnen, wenn sie keine eigene Suchabsicht bedienen.
- Blätterseiten (page=2) auf sich selbst kanonisieren und mit rel=prev/next oder einer Übersichtsseite verbinden; nicht alle auf Seite 1 zeigen lassen.
- Nach der Umstellung eine Variantenadresse im Quelltext prüfen: der Canonical zeigt auf die Hauptadresse, die Parameter fehlen.
Weiter im Prüfbereich SEO
- Preisangaben im Shop: Umsatzsteuer, Versandkosten und Grundpreis am PreisDie Preisangabenverordnung verlangt am Preis den Hinweis auf Umsatzsteuer und Versand und bei Mengenware den Grundpreis. Was der Prüfbereich SEO feststellt.
- Ein Thema je Seite: Title und H1 benennen dasselbeWenn der Title „Willkommen“ sagt und die H1 „Unser Team“, weiß weder Google noch der Besucher, worum es geht. Was der Prüfbereich SEO misst.
- Handlungsaufruf: der nächste Schritt auf jeder Marketing-SeiteEine Landingseite ohne Knopf, Link oder Formular für den nächsten Schritt lässt den Besucher stehen. Was der Prüfbereich SEO auf Marketing-Seiten prüft.
- Dünner Inhalt hinter Bildern: Text, der die Seite trägtZwölf Bilder und 40 Wörter: für Besucher schön, für Suchmaschinen leer. Was der Prüfbereich SEO auf Marketing-Seiten misst.
Dieser Prüfpunkt gehört zum Prüfbereich SEO; dort stehen alle Prüfpunkte im Überblick. Was die Prüfung insgesamt leistet, zeigt die Leistungsseite; wie ein Ergebnis zustande kommt, erklärt das Prüfverfahren. Alle Prüfbereiche im Überblick: Wissensbasis.
Foto: Christian Koch, CC0





