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Beta — Entwurfsstand. Prüfordnung und Hinweistexte sind noch nicht rechtlich freigegeben; es werden derzeit keine verbindlichen Siegel ausgestellt.

Für Besucherinnen und Besucher

Ein Prüfsiegel überprüfen — in dreißig Sekunden

Sie sehen auf einer Website ein Prüfsiegel und wollen wissen, ob es etwas bedeutet? Klicken Sie darauf. Jedes echte Siegel führt auf eine öffentliche Verifikationsseite, die Domain, Prüfbereich, Prüfdatum, Gültigkeit und Status nennt. Führt es nirgendwohin, ist es eine Grafik — und eine Grafik kann sich jeder auf die Seite legen.

Die drei Schritte

  1. Dem Verweis folgen. Er endet auf /z/ gefolgt von einer Prüf-ID. Sie können die Adresse auch direkt eingeben, wenn die Prüf-ID danebensteht.
  2. Die Domain vergleichen. Auf der Verifikationsseite steht, für welche Domain das Siegel gilt. Sie muss die Website sein, auf der Sie das Siegel gesehen haben.
  3. Status und Datum lesen. Dort steht, ob das Siegel gültig, abgelaufen oder widerrufen ist, wann geprüft wurde und wie lange es gilt.

Was auf der Verifikationsseite steht

  • Domainfür welche Website das Siegel gilt
  • Prüfbereichwelcher der Bereiche geprüft wurde, nicht „die Website" als Ganzes
  • Prüfdatum und Gültigkeitder Stand, den das Siegel beschreibt
  • Statusgültig, abgelaufen oder widerrufen
  • Ausstellerwer geprüft hat. Dieser Name lässt sich nicht durch eine Agentur ersetzen
  • Prüf-IDdie Kennung, unter der sich der Vorgang zuordnen lässt

Woran Sie ein wertloses Siegel erkennen

Diese Merkmale gelten unabhängig vom Aussteller — auch für unsere eigenen Siegel:

  • Kein Verweis. Ein Bild ohne Verifikationsseite belegt nichts.
  • Verweis auf dieselbe Website. Wer sein Siegel selbst bestätigt, bestätigt gar nichts.
  • Kein Datum. Ohne Prüfzeitpunkt ist unklar, worauf sich die Aussage bezieht.
  • „100 % barrierefrei" nach einem automatischen Test. Ein erheblicher Teil der Kriterien ist maschinell nicht entscheidbar; wer das Gegenteil behauptet, verschweigt eine Lücke.
  • Ein einziges Siegel für alles. Es verbirgt, welcher Bereich tatsächlich geprüft wurde.

Ein Siegel melden, das Ihnen falsch vorkommt

Wenn die Verifikationsseite eine andere Domain nennt als die Website, auf der Sie das Siegel gesehen haben, oder wenn das Siegel abgelaufen oder widerrufen ist und trotzdem angezeigt wird: Schicken Sie uns die Adresse der Website und die Prüf-ID. Genau dafür ist jedes Siegel öffentlich verifizierbar — die Nachprüfbarkeit ist kein Zusatz, sie ist der ganze Punkt.

Das Siegel ist nur ein Bild ohne Verweis. Was heißt das?

Dass es sich nicht überprüfen lässt. Ein Siegel ohne Verweis auf eine Verifikationsseite ist eine Grafik — jeder kann eine solche Grafik auf seine Website legen. Unsere Siegel sollen immer mit einem Verweis auf ihre Verifikationsseite versehen sein; fehlt er, fragen Sie beim Betreiber nach.

Auf der Verifikationsseite steht eine andere Domain. Ist das schlimm?

Ja. Ein Siegel gilt für genau eine Domain. Steht dort eine andere als die Website, auf der Sie das Siegel gesehen haben, trägt diese Website ein Siegel, das ihr nicht zusteht. Melden Sie uns die Adresse und die Prüf-ID.

Was bedeutet „abgelaufen" oder „widerrufen"?

Dass das Siegel keine gültige Aussage mehr ist. Abgelaufene und widerrufene Siegel bleiben auf ihrer Verifikationsseite dauerhaft als solche ausgewiesen — sie verschwinden nicht. Eine Seite, die verschwindet, wäre kein Nachweis, sondern eine Behauptung auf Zeit.

Das Siegel gilt nur für einen Prüfbereich. Ist das nicht wenig?

Es ist ehrlicher. Eine Website kann bei der Barrierefreiheit bestehen und beim Ladeverhalten durchfallen; ein Gesamtsiegel würde genau das verbergen. Deshalb wird jeder Prüfbereich einzeln geprüft und erhält sein eigenes Teilsiegel — das immer dazusagt, für welchen Bereich es gilt.

Sagt ein Siegel, dass die Website heute noch in Ordnung ist?

Nein. Es beschreibt den geprüften Stand am genannten Prüfdatum, für den genannten Umfang. Wer danach etwas ändert, hat ein gültiges Siegel und trotzdem einen neuen Sachverhalt. Deshalb tragen Siegel ihr Datum sichtbar und laufen nach einer festgelegten Frist ab.

Ich glaube, ein Befund im Bericht ist falsch.

Melden Sie ihn mit Prüf-ID und betroffener Adresse. Jeder Befund nennt die Regel, auf der er beruht — das macht ihn überprüfbar und im Zweifel widerlegbar. Stellt sich ein Befund als falsch heraus, wird er korrigiert.

Wie eine Prüfung abläuft, steht im Prüfverfahren; die verbindlichen Regeln in der Prüfordnung.

Website prüfen lassenErst das Prüfverfahren verstehen →