Leistungen
Die Prüfbereiche, jeder mit eigenem Teilsiegel
Jeder Prüfbereich wird getrennt geprüft und getrennt bewertet. Eine Website kann in der Barrierefreiheit bestehen und beim Ladeverhalten durchfallen; ein Gesamtwert würde genau diese Auskunft verbergen. Deshalb entsteht je Bereich ein eigenes Ergebnis und, ab 90 von 100 Punkten und mit nachgewiesener Domain, ein eigenes Siegel.
Sie wählen, was geprüft wird
Ein Auftrag umfasst die Bereiche, die Sie wählen. Wer eine Barrierefreiheits-Erklärung braucht, prüft Barrierefreiheit; wer vor einem Relaunch steht, prüft alles. Berechnet wird nur, was gemessen werden konnte: Liefert eine Seite kein Ergebnis, wird sie nicht berechnet.
Die Prüfbereiche
Barrierefreiheit
55 Erfolgskriterien · WCAG 2.2 A/AA
Maschinell gemessen; strittige Fälle entscheidet ein Prüfer, nicht der Algorithmus.
Daten & Recht
10 gewichtete Regeln · dsgvo-v1
Cookies, Tracker und Einbettungen vor der Einwilligung; ob ein „Ablehnen" technisch wirkt.
CO₂ & EmpCo
Seitengewicht · Transfer · SWDM · Green-Web-Hosting
Seitengewicht, Transfer und Anfragen je Aufruf, geschätzte CO₂-Emission und ob das Hosting mit Ökostrom läuft.
GEO / KI-Sichtbarkeit
12 Regeln · geo-v2
Zitierfähigkeit durch Antwortmaschinen: klare Einleitungen, Frage-Antwort-Strukturen, maschinenlesbare Fakten.
SEO
22 Regeln · seo-v5
Titel, Beschreibungen, Überschriftengliederung, interne Verweise, strukturierte Daten.
Indexierung
9 gewichtete Regeln · Abruf, Weiterleitungen, robots.txt, Sitemap
Ob Suchmaschinen die Seite abrufen dürfen, finden und eindeutig zuordnen können.
Responsive
9 gemessene Signale · 4 Geräteprofile
Drei Geräteprofile: kein horizontales Scrollen, ausreichend große Bedienflächen.
Performance
10 gemessene Signale · Core Web Vitals
Ladeverhalten, Reaktionszeit, Layoutstabilität: gemessen, nicht geschätzt.
Aktualität
4 gewichtete Regeln · rein passiv
Erkanntes CMS, Erweiterungen und Bibliotheken ohne Herstellerpflege, passiv ermittelt, ohne Zugangsdaten.
Regelbasiert und befundbasiert
Der Unterschied hilft beim Einordnen eines Ergebnisses. Er ist der Grund, warum manche Bereiche eine Punktzahl je Prüfpunkt nennen und andere die erhobenen Signale.
Regelbasiert
Eine feste, abzählbare Regelmenge mit Punktgewichten. Jede Regel hat eine Kennung, ein Gewicht und steht mit Namen im Bericht, sodass sich ein Befund auf die Regel zurückführen lässt, die ihn erzeugt hat.
- Barrierefreiheit: 55 Erfolgskriterien · WCAG 2.2 A/AA
- Daten & Recht: 10 gewichtete Regeln · dsgvo-v1
- GEO / KI-Sichtbarkeit: 12 Regeln · geo-v2
- SEO: 22 Regeln · seo-v5
- Indexierung: 9 gewichtete Regeln · Abruf, Weiterleitungen, robots.txt, Sitemap
- Aktualität: 4 gewichtete Regeln · rein passiv
Befundbasiert
Bewertet aus erhobenen Signalen im echten Browser, etwa Messwerten zum Ladeverhalten oder dem Verhalten eines Einwilligungsbanners. Statt einer Regelliste steht dort, welche Signale erhoben werden. Beides ist eine Messung; der Bericht sagt, welche.
Bei den gewichteten Regeln ergeben die Gewichte zusammen 100 Punkte, das Ergebnis liest sich als Prozentwert. Gewichtet wird nach dem Risiko, nicht nach der Messbarkeit: In der Aktualität trägt eine Regel 40 Punkte und die übrigen je 20, weil nur die erste einen echten Mangel beschreibt.
Wo ein Mensch urteilt
In fast jedem Bereich lässt sich das Wesentliche maschinell entscheiden: Ein Bild hat einen Alternativtext oder nicht, eine Seite antwortet oder nicht, ein Tracker lädt vor der Einwilligung oder nicht.
Die Barrierefreiheit ist die Ausnahme. Ob ein Alternativtext den Bildinhalt wirklich wiedergibt, ob eine Fehlermeldung verständlich ist, ob die Lesereihenfolge Sinn ergibt, das entscheidet ein Mensch. Werkzeuge, die nach einem automatischen Lauf „100 % barrierefrei" ausweisen, verschweigen diese Lücke. Bei uns bleiben solche Kriterien sichtbar offen, bis ein Prüfer geurteilt hat. Deshalb ist Barrierefreiheit nur mit menschlicher Prüfung besiegelbar.
Der Gegenpol ist die Indexierung: Dort ist jedes Kriterium eindeutig maschinell entscheidbar. Ein Statuscode ist ein Statuscode.
Wann ein Teilsiegel entsteht
Ein Prüfbereich erhält sein Teilsiegel, wenn er 90 von 100 Punkten erreicht und die Verfügung über die Domain nachgewiesen ist, per DNS-Eintrag oder Datei im Pfad /.well-known/. Ohne diesen Nachweis entsteht kein Siegel, auch bei voller Punktzahl. Das Siegel nennt Domain, Prüfbereich, Prüfdatum, Regelwerksstand und Gültigkeit und ist über eine öffentliche Verifikationsseite dauerhaft nachprüfbar.
Erreicht ein Bereich sein Ziel nicht, gibt es für ihn kein Siegel, auch wenn andere bestehen. Sie erhalten dann trotzdem den vollständigen Befund: was fehlt, wie schwer es wiegt, auf welchen Seiten.
Wie das Verfahren im Einzelnen abläuft, steht im Prüfverfahren; die verbindlichen Regeln in der Prüfordnung.




