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Website prüfen lassen

Woher unsere Prüfregeln stammen

Ein Prüfbericht ist nur so gut wie seine Quellen. Deshalb steht in jedem unserer Befunde, worauf er beruht, und deshalb steht hier, wer hinter diesen Adressen steckt. Die wichtigste Unterscheidung ist die zwischen Norm und Werkzeug: Verbindlich ist der Standard. Die Dokumentation eines Prüfprogramms erklärt nur, wie dieses Programm den Standard prüft.

Kurz gesagt: Wer misst hier eigentlich?

Die Barrierefreiheit Ihrer Seiten messen wir mit axe-core, dem verbreitetsten maschinellen WCAG-Prüfer. Er stammt von Deque Systems und steckt unter anderem auch in den Entwicklerwerkzeugen von Chrome. Was axe findet, rechnen wir gegen den vollständigen WCAG-Katalog nach und ergänzen es um eigene Messungen: Kontrast, Tastaturbedienung, Fokus. Was eine Maschine nicht entscheiden kann, bleibt offen und wird von einem Menschen beurteilt; es zählt weder als erfüllt noch als offen gebliebener Befund.

Die Quellen im Einzelnen

  • W3CNorm

    Das World Wide Web Consortium ist das internationale Gremium, das die Standards des Web festlegt — darunter HTML und die Barrierefreiheits-Richtlinien WCAG.

    Hier steht der verbindliche Wortlaut des Erfolgskriteriums, gegen das geprüft wurde. Das ist die Norm selbst, nicht ihre Auslegung.

    w3.org öffnen · auch www.w3.org

  • schema.orgNorm

    Gemeinsames Vokabular von Google, Microsoft, Yahoo und Yandex für strukturierte Daten — die maschinenlesbaren Angaben, aus denen Suchmaschinen und KI-Systeme Fakten über Ihre Seite ziehen.

    Legt fest, wie die strukturierten Daten auszusehen haben, die wir im Prüfbereich KI-Sichtbarkeit bewerten.

    schema.org öffnen

  • Amtliche RechtsquelleNorm

    Amtliche Veröffentlichung des Rechtstexts (EU-Amtsblatt bzw. österreichisches Rechtsinformationssystem des Bundes).

    Der Gesetzestext im Original — maßgeblich ist er, nicht unsere Zusammenfassung.

    eur-lex.europa.eu öffnen · auch ris.bka.gv.at

  • Deque UniversityWerkzeug-Dokumentation

    Deque Systems ist ein US-amerikanisches Unternehmen für digitale Barrierefreiheit. Es entwickelt axe-core — das Prüfprogramm, mit dem wir Ihre Seiten auf Barrierefreiheit messen. Dieselbe Prüfbibliothek steckt unter anderem in den Entwicklerwerkzeugen von Chrome und in Microsofts Accessibility Insights; sie ist der verbreitetste maschinelle Prüfer für WCAG.

    Deque University ist die Dokumentation zu diesem Prüfprogramm. Zu jeder Regel, die bei Ihnen angeschlagen hat, steht dort ausführlich, was dahintersteckt und wie man es behebt. ⚠ Es ist keine Norm: Verbindlich ist die WCAG (siehe w3.org); die Deque-Seite erklärt nur, wie unser Messwerkzeug sie prüft.

    dequeuniversity.com öffnen · auch deque.com, accessibility.deque.com

  • Google Web-DokumentationHerstellerangabe

    Google veröffentlicht hier die Vorgaben, nach denen die eigene Suche und der Chrome-Browser Websites bewerten — darunter die Schwellenwerte der Core Web Vitals.

    Die Ladezeit-Schwellen in diesem Bericht (2,5 s für das größte Element, 0,1 für springenden Inhalt) stammen von dort. Wir haben sie nicht selbst gewählt. Dort steht auch, was Google für seine KI-Funktionen verlangt: eine Seite muss indexiert und mit Snippet anzeigbar sein, es gibt keine zusätzlichen Anforderungen, keine besondere Auszeichnung und keine KI-Datei wie llms.txt („will neither harm nor help“); nosnippet und max-snippet nehmen eine Seite aus den KI-Antworten, Google-Extended steuert nur das Training anderer Google-Systeme. Daran messen wir den Prüfbereich KI-Sichtbarkeit (Stand 2026-09-20).

    web.dev öffnen · auch developers.google.com, developer.chrome.com

  • Bing Webmaster-RichtlinienHerstellerangabe

    Microsoft beschreibt in den Webmaster-Richtlinien in 22 Punkten, wie Bing, Copilot und die Grounding-Schnittstelle Websites finden, rendern, indexieren und zitieren; der Bericht „AI Performance“ zeigt Website-Betreibern, welche Seiten in KI-Antworten zitiert werden.

    Die ausführlichste Herstellerquelle zur KI-Sichtbarkeit: Sitemaps nur mit kanonischen Adressen, 301 statt 302 bei dauerhaften Umzügen, kein Inhalt allein per Client-Rendering, NOARCHIVE und NOCACHE nehmen eine Seite aus Copilot-Antworten, Kerninformation oben statt langer Einleitung, Auszeichnung muss dem sichtbaren Inhalt entsprechen. Unsere Regeln dazu zitieren den Punkt (Stand 2026-09-20).

    bing.com öffnen · auch www.bing.com, blogs.bing.com

  • OpenAI — Crawler-HinweiseHerstellerangabe

    OpenAI betreibt ChatGPT und erklärt, mit welchen Crawlern es Websites liest: OAI-SearchBot für die Suche in ChatGPT, GPTBot nur für das Training der Modelle, ChatGPT-User für Aufrufe im Auftrag eines Nutzers — jede Einstellung wirkt für sich.

    Diese Namen prüfen wir in Ihrer robots.txt und mit einer Sonde gegen Ihre Firewall. OpenAI wörtlich: Wer OAI-SearchBot aussperrt, „will not be shown in ChatGPT search answers“; GPTBot zu sperren ist ein Opt-out aus dem Training und kostet keine Sichtbarkeit. Sperrschichten laut OpenAI: robots.txt, Firewall (403), Mensch-Prüfung (CAPTCHA, JavaScript-Challenge), Rate-Limit (429) — genau die prüft unsere Sonde.

    help.openai.com öffnen · auch platform.openai.com, openai.com

  • Perplexity — DokumentationHerstellerangabe

    Perplexity ist eine KI-Antwortmaschine, die für jede Antwort Webquellen zitiert. PerplexityBot findet und verlinkt Seiten für die Suche und wird laut Perplexity nicht für das Training von Modellen genutzt; Perplexity-User ruft Seiten im Auftrag eines Nutzers auf und beachtet robots.txt nicht.

    PerplexityBot steht in unserer Prüfung des Zugangs für KI-Crawler. Perplexity verlangt, dass eine Firewall den Crawler über User-Agent und veröffentlichte IP-Adressen freigibt — eine 403-Antwort nimmt die Website aus den Antworten.

    docs.perplexity.ai öffnen · auch perplexity.ai, www.perplexity.ai

  • Anthropic — Crawler-HinweiseHerstellerangabe

    Anthropic betreibt Claude und nennt drei Zugriffe: ClaudeBot sammelt Inhalte für das Training, Claude-SearchBot für die Suche in Claude, Claude-User für Aufrufe im Auftrag eines Nutzers.

    Claude-SearchBot steht in unserer Prüfung des Zugangs für KI-Crawler — Anthropic wörtlich: eine Sperre „may reduce your site’s visibility and accuracy in user search results“. ClaudeBot zu sperren ist ein Opt-out aus dem Training und kostet keine Sichtbarkeit.

    support.claude.com öffnen · auch support.anthropic.com, docs.anthropic.com, anthropic.com, www.anthropic.com

  • MDNNachschlagewerk

    Das Nachschlagewerk der Mozilla-Stiftung (Firefox) für Web-Technik — die von Entwicklern am häufigsten genutzte Referenz.

    Erklärt das betroffene HTML- oder CSS-Merkmal neutral und herstellerunabhängig.

    developer.mozilla.org öffnen

  • arXiv — GEO (Aggarwal u. a., 2023)Forschung

    arXiv ist der offene Vorabdruck-Server der Wissenschaft. Die Arbeit „GEO: Generative Engine Optimization“ hat als erste gemessen, welche Änderungen an einer Seite ihre Sichtbarkeit in KI-Antworten erhöhen.

    Beleg dafür, dass Quellenangaben, Zitate und Zahlen die Sichtbarkeit in generativen Suchmaschinen messbar steigern („up to 40%“, je nach Themengebiet verschieden). Eine Wirkung, keine Vorgabe — deshalb sind unsere Regeln dazu Hinweise, keine K.O.-Kriterien.

    arxiv.org öffnen

  • SEO-Fachpresse (Ahrefs, Search Engine Land, Semrush)Fachpresse

    Anbieter von SEO-Werkzeugen und Fachmedien, die Googles und Bings Vorgaben auslegen und mit eigenen Messungen unterlegen.

    Erfahrungswissen zur Einordnung — etwa, dass eine llms.txt für Google nichts bewirkt. Keine Norm: Was hier steht, gilt bei uns erst, wenn es eine Herstellerseite oder eine Messung bestätigt.

    ahrefs.com öffnen · auch searchengineland.com, www.semrush.com, semrush.com

Was wir selbst messen

Vieles in einem Bericht messen wir selbst. Eigene Messungen sind unter anderem: das Nachrechnen jedes Farbkontrasts am gerenderten Bild statt am Quelltext, die Prüfung, ob ein Ablehnen des Cookie-Banners tatsächlich wirkt, der Abgleich der Sitemap gegen die wirklich erreichbaren Seiten, und die Fragen, die keine einzelne Seite beantworten kann: doppelte Seitentitel, doppelte Hauptüberschriften, Seiten, die von keiner anderen verlinkt sind.

Für jeden Befund gilt derselbe Grundsatz: Eine leere Prüfung ist ein Fehler, kein Freibrief. Wo nichts gemessen werden konnte, steht das da, und kein Häkchen.

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