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Beta — Entwurfsstand. Prüfordnung und Hinweistexte sind noch nicht rechtlich freigegeben; es werden derzeit keine verbindlichen Siegel ausgestellt.

Prüfpunkt mixed-contentAdressen und Verweise

Was ist Mixed Content und warum blockiert der Browser Teile meiner Seite?

Eine Website mit Schloss-Symbol verspricht, dass alles verschlüsselt übertragen wird. Bindet die Seite dann ein Bild, ein Skript oder eine Stildatei über eine unverschlüsselte http-Adresse ein, bricht sie dieses Versprechen — das nennt man Mixed Content. Browser reagieren gestaffelt: Skripte, Stylesheets und Iframes über http werden still blockiert, die Seite wirkt kaputt, ohne dass eine Fehlermeldung erscheint; Bilder werden geladen, das Schloss verschwindet oder wird als unsicher markiert. Der Prüfbereich SEO zählt solche Einbindungen auf der gemessenen Seite.

Woher Mixed Content kommt

Fast immer aus der Vergangenheit: Die Website lief einmal über http, wurde auf https umgestellt, und in Texten, Vorlagen oder Datenbankfeldern stehen weiterhin absolute Adressen mit http://. Auch fremde Einbettungen — ein alter Kartendienst, ein Zähler, ein Schriftenserver — liefern gelegentlich http-Adressen. Der Prüfbereich liest die Quelladressen aller eingebundenen Elemente der gemessenen Seite: Bilder, Skripte, Stylesheets, Iframes, Medien. Jede, die mit http:// beginnt, zählt. Verweise auf andere Seiten (gewöhnliche Links) zählen nicht — sie sind Navigation, kein Inhalt. Gewertet wird nur auf einer https-Seite; wer ganz ohne Verschlüsselung ausliefert, hat ein anderes, größeres Problem, das der Prüfbereich Datenschutz meldet.

Warum das mehr als ein Schönheitsfehler ist

Ein still blockiertes Skript kann ein Menü, ein Formular oder eine Einwilligungsabfrage lahmlegen — die Seite ist dann für Besucher teilweise unbrauchbar, während sie im Redaktionssystem normal aussieht. Ein fehlendes Stylesheet zerlegt das Layout. Und ein geladenes http-Bild öffnet einen unverschlüsselten Kanal, über den ein Angreifer im selben Netz Inhalte austauschen kann. Suchmaschinen bevorzugen seit Jahren verschlüsselte Seiten und stufen Mixed Content als Sicherheitsmangel ein. Im Regelwerk seo-v2 kostet die Regel 4 von 100 Punkten und wird als schwerer Befund geführt, weil die Auswirkung sichtbar und sofort ist.

So gehen Sie es an

  1. Lassen Sie in Datenbank und Vorlagen alle Vorkommen von http:// auf die eigene Domain durch https:// oder durch relative Adressen ersetzen — Redaktionssysteme bieten dafür Suchen-und-Ersetzen-Werkzeuge.
  2. Ergänzen Sie eine Content-Security-Policy mit upgrade-insecure-requests: Der Browser hebt dann verbliebene http-Einbindungen selbst auf https an.
  3. Prüfen Sie fremde Einbettungen einzeln; liefert ein Anbieter nur http, ersetzen Sie ihn.
  4. Öffnen Sie nach der Korrektur die Entwicklerwerkzeuge des Browsers: Die Konsole nennt jede noch blockierte Adresse.

Weiter im Prüfbereich SEO

Dieser Prüfpunkt gehört zum Prüfbereich SEO; dort stehen alle Prüfpunkte im Überblick. Was die Prüfung insgesamt leistet, zeigt die Leistungsseite; wie ein Ergebnis zustande kommt, erklärt das Prüfverfahren. Alle Prüfbereiche im Überblick: Wissensbasis.

Foto: Mathyas Kurmann, CC0

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