Prüfpunkt link-textAdressen und Verweise
Warum „hier klicken“ als Linktext Punkte kostet
Suchmaschinen lesen den Text eines Links als Beschreibung der Zielseite, Vorlesesoftware liest ihn oft losgelöst vom Satz drumherum vor. Ein Link mit dem Text „hier klicken“ sagt in beiden Fällen nichts. Der Prüfbereich SEO zählt auf jeder gemessenen Seite die Links ohne sprechenden Text und nennt bis zu fünf Belege mit Ziel. Dieselbe Regel steht bei Lighthouse als link-text und bei Google unter den Grundlagen: Keywords gehören in Titel, Überschriften, Alternativtexte und Linktexte.
Was genau geprüft wird
Jeder Link mit einem Ziel wird gelesen: sein sichtbarer Text, sonst sein aria-label, sonst der Alternativtext eines Bildes im Link. Drei Fälle zählen als Link ohne Aussage: kein Text, ein Floskelwort wie „hier“, „hier klicken“, „mehr“, „mehr erfahren“, „weiterlesen“, „click here“ oder „read more“, und eine Adresse als Text, etwa „https://…“ oder „www.…“. Sprungmarken innerhalb der Seite, Mail- und Telefonlinks bleiben außen vor, ebenso Links, die mit aria-hidden für Vorlesesoftware verborgen sind, etwa eine Fotokachel neben dem gleichlautenden Titel-Link. Ein oder zwei solche Links kosten die Hälfte der vier Punkte, ab drei alle vier. Die Belege im Bericht zeigen den Text und das Ziel, damit die Stelle ohne Suchen zu finden ist.
So wird ein Linktext sprechend
Der Text nennt den Gegenstand des Ziels: „Preisliste als PDF“, „Termin vereinbaren“, „Öffnungszeiten der Filiale Graz“. Er steht für sich, auch wenn jemand nur die Links einer Seite vorgelesen bekommt. Bei Bild-Links trägt der Alternativtext des Bildes diese Aufgabe. Eine nackte Adresse ersetzen Sie durch den Titel der Zielseite. Der Satz drumherum darf „hier“ enthalten, der Link selbst nicht: „Die Preisliste finden Sie hier“ wird zu „Die Preisliste als PDF“.
Warum das auch Barrierefreiheit ist
WCAG 2.4.4 verlangt, dass der Zweck eines Links aus dem Linktext oder seinem Zusammenhang hervorgeht. Der Prüfbereich Barrierefreiheit prüft dasselbe aus der Sicht der Vorlesesoftware. Wer die Linktexte für Suchmaschinen aufräumt, erfüllt beides mit einem Handgriff.
So gehen Sie es an
- Alle Links einer Seite in einer Liste ansehen: Vorlesesoftware bietet das an, Browser-Erweiterungen ebenfalls. Jeder Eintrag, der ohne den Satz drumherum nichts sagt, bekommt einen neuen Text.
- Im Redaktionssystem die Vorlagen prüfen: „Weiterlesen“-Knöpfe unter Teasern nehmen den Titel des Beitrags in den Linktext oder in ein aria-label.
- Bild-Links, etwa Logos und Kacheln, bekommen einen Alternativtext mit dem Ziel: „Zur Startseite“, „Produktseite Kaffeemühle K3“.
- Nackte Adressen im Fließtext durch den Titel der Zielseite ersetzen; die Adresse bleibt im href.
Weiter im Prüfbereich SEO
- Warum braucht jede Seite einen eigenen Seitentitel?Der Seitentitel wird zur blauen Überschrift Ihres Google-Ergebnisses. Fehlt er, wählt Google selbst einen Text — oft einen unpassenden.
- Wie lang darf der Seitentitel für Google sein?Ein Seitentitel wirkt am besten mit 30 bis 60 Zeichen: lang genug für eine klare Aussage, kurz genug, um in der Trefferliste ganz sichtbar zu bleiben.
- Was ist eine Meta-Description und wozu dient sie?Die Meta-Description ist der graue Text unter Ihrem Google-Treffer. Sie entscheidet mit, ob jemand klickt — fehlt sie, wählt Google den Text selbst.
- Wie lang soll die Meta-Description sein?Eine Meta-Description wirkt am besten mit 70 bis 160 Zeichen: genug für zwei klare Sätze, kurz genug, um im Google-Treffer ganz lesbar zu bleiben.
Dieser Prüfpunkt gehört zum Prüfbereich SEO; dort stehen alle Prüfpunkte im Überblick. Was die Prüfung insgesamt leistet, zeigt die Leistungsseite; wie ein Ergebnis zustande kommt, erklärt das Prüfverfahren. Alle Prüfbereiche im Überblick: Wissensbasis.
Foto: Mathyas Kurmann, CC0





