Prüfpunkt dsgvo-cdnVor der Einwilligung
Warum sollten externe Bibliotheken vom eigenen Server kommen?
Weil jede Datei, die der Browser von einem fremden Server holt, dabei zwangsläufig die IP-Adresse des Besuchers an diesen Server übermittelt — vor jeder Einwilligung, bei jedem Seitenaufruf. Viele Websites laden Skript- und Stilbibliotheken von öffentlichen Verteilservern (CDNs), oft ohne dass der Betreiber es weiß: Die Einbindung stammt aus einer Vorlage oder einer Erweiterung. Unsere Prüfung erstellt ein Inventar dieser Fremdquellen beim ersten Aufruf Ihrer Seite und benennt jede einzelne im Bericht.
Was beim Laden von Fremdservern tatsächlich passiert
Ein Verteilserver liefert Dateien aus, die viele Websites gemeinsam nutzen — Skriptbibliotheken, Stilvorlagen, Symbolschriften. Technisch ist das bequem, datenschutzrechtlich hat es einen Preis: Der Browser jedes Besuchers verbindet sich direkt mit dem Fremdserver und übermittelt dabei seine IP-Adresse, dazu Angaben wie die aufgerufene Seite. Der Betreiber des Verteilservers sitzt häufig außerhalb Europas. All das geschieht, bevor ein Einwilligungs-Banner überhaupt erscheinen kann, denn die Dateien werden für den Seitenaufbau gebraucht.
Lokal hosten schützt doppelt
Liegen dieselben Dateien auf dem eigenen Server, entfällt die Verbindung zum Fremdserver vollständig — und damit die Übermittlung der Besucherdaten. Zugleich sinkt die Abhängigkeit: Fällt der Verteilserver aus oder wird die Datei dort verändert, trifft das Ihre Website nicht mehr. Dieser zweite Schutz betrifft die Lieferkette: Eine kompromittierte Fremddatei würde direkt im Browser Ihrer Besucher laufen. Das Umstellen ist meist einfach — die Dateien werden einmal heruntergeladen und wie eigene Dateien eingebunden; am Verhalten der Website ändert sich nichts.
Was die Prüfung genau misst
Die Prüfung ruft Ihre Startseite in einem frischen Browser auf — ohne gespeicherte Cookies, ohne Interaktion mit einem Banner — und protokolliert jede Verbindung zu fremden Servern. Daraus entsteht das Inventar: welche Bibliotheken und Verteilserver beim ersten Aufruf geladen werden, jeweils mit Anbieter. Der Befund ist eine Bestandsaufnahme mit Empfehlung; er unterscheidet sich von Trackern, die eigene Befunde erhalten. Die Prüfung ist eine technische Untersuchung und keine Rechtsberatung.
So gehen Sie es an
- Lassen Sie sich das Inventar aus dem Prüfbericht geben: Dort steht jede Fremdquelle mit Namen.
- Laden Sie die betroffenen Bibliotheken herunter und binden Sie sie vom eigenen Server ein — die Dateien sind identisch.
- Prüfen Sie Vorlagen und Erweiterungen nach einem Wechsel erneut: Viele bringen Fremdserver-Einbindungen ungefragt mit.
- Behalten Sie beim lokalen Hosting die Aktualisierung im Blick — die Wartung der Dateien liegt jetzt bei Ihnen.
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Foto: Daria Nepriakhina, CC0





