Prüfpunkt canonical-chainWeiterleitungen und Adressen
Was ist eine Canonical-Kette und warum ignoriert Google sie?
Mit einem Canonical sagt eine Seite: Die maßgebliche Fassung dieses Inhalts liegt unter jener Adresse. Suchmaschinen folgen dem Hinweis — aber nur einen Schritt weit. Zeigt das Ziel seinerseits auf eine dritte Adresse, entsteht eine Kette, und Google behandelt die Angabe als unzuverlässig. Liefert das Ziel gar keinen Inhalt mehr, sondern einen Fehler oder eine Weiterleitung, verweist die Seite auf etwas, das nicht indexiert werden kann. Der Prüfbereich Indexierung folgt dem Canonical der geprüften Seite und meldet beides: Ketten und kaputte Ziele.
Was die Sonde tut
Verweist die geprüfte Seite per Canonical auf eine andere Adresse, ruft die Sonde diese Adresse ab und folgt dabei Weiterleitungen. Liefert das Endziel keinen Status 200, entsteht der Befund mit Adresse und Status: Das Canonical zeigt ins Leere. Liefert es 200, liest die Sonde dessen Canonical; zeigt es auf eine dritte Adresse, ist das die Kette, und der Befund nennt beide Glieder. Zeigt die Seite auf sich selbst oder hat sie kein Canonical, tut die Sonde nichts — das Fehlen bewertet die eigene Canonical-Regel des Prüfbereichs SEO. Der Befund ändert den Punktwert nicht, weil das Regelwerk idx-v1 unverändert bleibt; er erscheint im Bericht und in der Aufgabenliste.
Wie Ketten entstehen und wie man sie auflöst
Ketten entstehen fast immer durch Umzüge: Die Website wechselt von http auf https oder von www auf ohne www, alte Canonicals bleiben stehen, und die neue Fassung setzt ein eigenes Canonical. Oder ein Artikel wird verschoben, das alte Canonical zeigt noch auf die Zwischenstation. Die Auflösung ist mechanisch: Jedes Canonical zeigt direkt auf die endgültige Adresse, und die endgültige Adresse zeigt auf sich selbst. Redaktionssysteme erzeugen Canonicals meist automatisch aus der aktuellen Adresse; dann genügt es, die Vorlage zu prüfen und alte Überschreibungen zu entfernen. Nach der Korrektur zeigt der Prüfbereich beim nächsten Durchgang keinen Befund mehr.
So gehen Sie es an
- Öffnen Sie das Canonical-Ziel Ihrer wichtigsten Seiten im Browser und prüfen Sie Statuscode und dessen eigenes Canonical.
- Setzen Sie Canonicals direkt auf die endgültige Adresse — inklusive https und der gewählten www-Schreibweise.
- Entfernen Sie nach einem Umzug manuell gesetzte Canonicals, die noch auf Zwischenstationen zeigen.
- Lassen Sie das Redaktionssystem Canonicals automatisch erzeugen und prüfen Sie die Vorlage einmal statt jede Seite.
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Dieser Prüfpunkt gehört zum Prüfbereich Technik; dort stehen alle Prüfpunkte im Überblick. Was die Prüfung insgesamt leistet, zeigt die Leistungsseite; wie ein Ergebnis zustande kommt, erklärt das Prüfverfahren. Alle Prüfbereiche im Überblick: Wissensbasis.
Foto: Siriwan Srisuwan, CC0





