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Beta — Entwurfsstand. Prüfordnung und Hinweistexte sind noch nicht rechtlich freigegeben; es werden derzeit keine verbindlichen Siegel ausgestellt.

Prüfpunkt software-server_signaturVersionen bleiben verborgen

Was verraten Server-Header über die Software Ihrer Website?

Server-Header können Namen und Versionsnummern der Software nennen, die Ihre Website ausliefert — zum Beispiel des Webservers oder der eingesetzten Programmierumgebung. Diese Kopfzeilen schickt Ihr Server unsichtbar mit jeder Antwort mit; jeder kann sie abfragen, ohne dass Sie es bemerken. Der Prüfbereich Software-Stand meldet, wenn darin Versionsnummern stehen, denn sie erleichtern Angreifern die Zuordnung.

Jede Server-Antwort trägt unsichtbare Kopfzeilen

Wenn ein Browser eine Seite Ihrer Website abruft, antwortet der Server mit dem Inhalt — und mit einer Reihe von Kopfzeilen, die der Besucher nie zu Gesicht bekommt. Sie regeln technische Dinge wie Zwischenspeicherung oder Zeichensatz. Einige davon sind reine Selbstauskunft: Die Kopfzeile „Server“ nennt oft die Webserver-Software, „X-Powered-By“ die Programmierumgebung — in der Standardeinstellung häufig samt Versionsnummer. Der Prüfbereich liest die Kopfzeilen der ohnehin abgerufenen Seite und meldet jede, die eine Versionsnummer enthält, mit der genauen Zeile als Beleg. Ein zusätzlicher Zugriff auf Ihren Server findet dafür nicht statt.

Versionsnummern im Header sind reine Aufklärungshilfe für Angreifer

Wer eine Website angreifen will, klärt zuerst, welche Software dort läuft. Nennen die Kopfzeilen die Versionen frei Haus, entfällt dieser Aufwand — die Zuordnung zu bekannten Schwachstellen wird zur einfachen Recherche. Auch hier trennt die Prüfung sauber: Ein sichtbarer Versions-Header belegt Sichtbarkeit, keine Verwundbarkeit. Ob die genannte Software-Version tatsächlich eine ausnutzbare Lücke hat, sagt der Befund nicht, und die Prüfung untersucht das auch nicht. In der Bewertung zählt die verborgene Server-Signatur 20 von 100 Punkten — ein kleiner, aber leicht einzusammelnder Baustein, denn das Abschalten kostet in der Regel nichts an Funktion.

Der Hoster oder die Agentur schaltet die Signatur ab

Die Selbstauskunft der Kopfzeilen lässt sich in der Server-Konfiguration unterdrücken oder auf den bloßen Produktnamen ohne Version kürzen. Bei gemietetem Webspace erledigt das der Hoster — eine kurze Anfrage an den Support genügt oft. Betreibt Ihre Agentur den Server, gehört der Handgriff in deren Wartungsroutine. Websites bei Baukasten-Anbietern liegen außerhalb Ihres Einflusses; dort verantwortet der Anbieter die Serverpflege insgesamt. Wichtig bleibt die Einordnung: Das Verbergen der Signatur ist Hygiene, kein Schutzschild. Die eigentliche Sicherheitsarbeit ist die laufende Aktualisierung der Server-Software — sie passiert nur unsichtbar, während die Signatur das Sichtbarste ist, was ein Server preisgibt.

So gehen Sie es an

  1. Bitten Sie Ihren Hoster oder Ihre Agentur, Versionsangaben in den Antwort-Kopfzeilen abzuschalten.
  2. Fragen Sie nach, welche Server-Software Ihre Website ausliefert und wer deren Aktualisierung verantwortet.
  3. Lassen Sie nach jedem Server-Umzug oder größeren Update prüfen, ob die Kopfzeilen wieder Versionen nennen — Standardeinstellungen kehren gern zurück.
  4. Halten Sie die Zuständigkeit schriftlich fest: Serverpflege gehört in einen Wartungsvertrag, nicht in den Zuruf.

Weiter im Prüfbereich Software-Stand

Dieser Prüfpunkt gehört zum Prüfbereich Software-Stand; dort stehen alle Prüfpunkte im Überblick. Was die Prüfung insgesamt leistet, zeigt die Leistungsseite; wie ein Ergebnis zustande kommt, erklärt das Prüfverfahren. Alle Prüfbereiche im Überblick: Wissensbasis.

Foto: Kelly Sikkema, CC0

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