Prüfpunkt software-html-invalideGültiges HTML
Warum sollte das HTML Ihrer Website die W3C-Validierung bestehen?
HTML ist die Sprache, in der jede Website ausgeliefert wird. Das W3C, das Gremium hinter dem Standard, betreibt dafür einen Prüfer: den Nu Html Checker. Er liest das HTML so, wie es Ihr Server tatsächlich ausliefert, und meldet jede Stelle, die gegen die Regeln des Standards verstößt — ein nicht geschlossenes Element, ein doppelt vergebener Bezeichner, ein Attribut, das es an dieser Stelle nicht gibt. Der Prüfbereich Software-Stand lässt genau diesen Prüfer laufen und meldet die Zahl der Fehler samt Beispielen mit Zeilenangabe.
Browser reparieren stillschweigend — und jeder anders
Fehlerhaftes HTML fällt Besuchern selten auf, weil Browser es beim Laden korrigieren: Ein fehlendes Ende-Tag wird ergänzt, ein falsch verschachteltes Element umgehängt. Diese Reparatur ist aber nicht genormt. Chrome, Firefox und Safari kommen bei demselben Fehler zu verschiedenen Ergebnissen, und Hilfstechnik wie ein Screenreader oder der Crawler einer Suchmaschine liest wieder etwas anderes. Eine Seite, die nur dank Reparatur funktioniert, funktioniert also nur dort, wo Sie es zufällig geprüft haben. Der Validator deckt auf, was die Browser verbergen: Er sagt, welche Stellen überhaupt repariert werden mussten.
Was der Prüfbereich misst und was er nicht behauptet
Geprüft wird das Roh-HTML der Startseite, so wie es der Server an den ersten Abruf ausliefert — nicht die Fassung, die der Browser danach zusammengebaut hat. Gezählt werden ausschließlich Fehler; Hinweise und Warnungen des Validators zählen nicht. Die Regel „HTML besteht die W3C-Validierung“ trägt 15 Punkte im Software-Stand und wird nur dann gewertet, wenn der Validator tatsächlich geantwortet hat. Konnte er nicht laufen, bleibt der Score unverändert — ein technischer Ausfall auf unserer Seite wird nie als Mangel Ihrer Website gezählt. Der Befund nennt die Anzahl der Fehler und bis zu acht Beispiele mit Zeilennummer; er sagt nicht, dass die Seite deshalb kaputt aussieht, und er ersetzt keine Barrierefreiheits-Prüfung.
Gültiges HTML ist die Grundlage, auf der alles andere aufsetzt
Suchmaschinen, Hilfstechnik und Übersetzungswerkzeuge verlassen sich auf eine eindeutige Struktur. Ein doppelter Bezeichner lässt Sprunglinks und Formularbeschriftungen ins Leere laufen, eine falsche Verschachtelung zerreißt Listen und Tabellen für den Screenreader, ein ungültiges Attribut wird schlicht ignoriert. Viele Befunde aus den Prüfbereichen Barrierefreiheit und SEO haben ihre Ursache in genau solchen Stellen. Wer das HTML valide hält, beseitigt Fehlerquellen, bevor sie in anderen Prüfbereichen als eigene Mängel erscheinen — und macht die Website unabhängig davon, wie gnädig ein bestimmter Browser gerade repariert.
So gehen Sie es an
- Lassen Sie die genannten Beispiele von Ihrer Agentur im Quelltext der Vorlage beheben — meist sind es wenige wiederkehrende Muster, die auf allen Seiten gleichzeitig verschwinden.
- Prüfen Sie nach jeder Änderung an der Vorlage oder nach einem Plugin-Update erneut; neue Erweiterungen bringen oft eigene Fehler mit.
- Achten Sie besonders auf doppelte Bezeichner (id) und ungeschlossene Elemente — beides trifft Screenreader und Formulare direkt.
- Verlangen Sie in Ihrem Wartungsvertrag valides HTML als Abnahmekriterium; der öffentliche W3C-Validator ist für jeden kostenlos erreichbar.
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Dieser Prüfpunkt gehört zum Prüfbereich Software-Stand; dort stehen alle Prüfpunkte im Überblick. Was die Prüfung insgesamt leistet, zeigt die Leistungsseite; wie ein Ergebnis zustande kommt, erklärt das Prüfverfahren. Alle Prüfbereiche im Überblick: Wissensbasis.
Foto: Artem Sapegin, CC0





