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Beta — Entwurfsstand. Prüfordnung und Hinweistexte sind noch nicht rechtlich freigegeben; es werden derzeit keine verbindlichen Siegel ausgestellt.

Prüfpunkt canonicalAdressen und Verweise

Was ist eine Canonical-URL und wozu braucht meine Website sie?

Eine Canonical-URL ist ein unsichtbarer Vermerk im Quelltext, der festlegt, welche Adresse einer Seite die maßgebliche ist. Das braucht es, weil dieselbe Seite oft unter mehreren Adressen erreichbar ist — mit und ohne „www“, mit angehängten Parametern oder in Sprachvarianten. Ohne den Vermerk behandelt Google diese Varianten als getrennte Seiten, die sich gegenseitig Sichtbarkeit wegnehmen.

Eine Seite ist oft unter mehreren Adressen erreichbar

Was für Sie eine einzige Seite ist, sind für eine Suchmaschine womöglich mehrere: Ihre Startseite antwortet vielleicht unter „www.firma.at“, unter „firma.at“ ohne www und zusätzlich unter Adressen mit angehängten Zusätzen, wie sie etwa Newsletter-Links oder Werbeanzeigen erzeugen. Der Inhalt ist überall gleich, die Adresse aber verschieden. Google bewertet zunächst Adressen, nicht Inhalte — und steht dann vor der Frage, welche der Varianten in die Trefferliste gehört. Der Canonical-Vermerk beantwortet diese Frage eindeutig: Er nennt in jeder Variante dieselbe maßgebliche Adresse, vergleichbar mit einer Hauptanschrift, auf die alle Nebeneingänge verweisen.

Ohne den Vermerk konkurrieren Ihre Seiten gegeneinander

Fehlt die Angabe, muss Google selbst raten, welche Adressvariante zählt. Schlimmstenfalls verteilt sich die Bewertung Ihrer Seite auf mehrere Varianten: Jede sammelt einen Teil der Verweise und Signale, keine erreicht die Platzierung, die die Seite als Ganzes verdient hätte. Fachleute nennen das Duplicate Content — doppelte Inhalte. Der Schaden bleibt unsichtbar, weil keine Fehlermeldung erscheint; die Seite taucht einfach weiter hinten auf als nötig. Der Canonical-Vermerk kostet eine Zeile im Quelltext und beseitigt dieses Raten vollständig.

So prüfen wir die Canonical-Angabe

Der Prüfbereich SEO kontrolliert für jede untersuchte Seite zwei Dinge. Erstens: Ist überhaupt ein Canonical-Vermerk im Quelltext vorhanden? Fehlt er, meldet der Bericht einen ernsten Mangel, weil das Duplikat-Risiko alle Seiten der Website betrifft. Zweitens: Ist die eingetragene Adresse vollständig, beginnt sie also mit „https://“ samt Domain? Ein nur teilweise angegebener Pfad wie „/leistungen“ gilt als formaler Fehler, weil Suchmaschinen eine vollständige, absolute Adresse erwarten. Beide Ergebnisse erscheinen im Prüfbericht je Seite, sodass Ihre Agentur gezielt nachbessern kann.

So gehen Sie es an

  1. Rufen Sie Ihre Startseite einmal mit und einmal ohne „www“ auf und prüfen Sie, ob beide Varianten funktionieren.
  2. Bitten Sie Ihre Agentur, auf jeder Seite einen Canonical-Vermerk mit der vollständigen Adresse einzutragen.
  3. Achten Sie darauf, dass die eingetragene Adresse mit „https://“ beginnt und die Domain enthält.
  4. Legen Sie eine Schreibweise als Hausstandard fest — etwa immer ohne „www“ — und verwenden Sie sie in allen Unterlagen und Anzeigen einheitlich.

Weiter im Prüfbereich SEO

Dieser Prüfpunkt gehört zum Prüfbereich SEO; dort stehen alle Prüfpunkte im Überblick. Was die Prüfung insgesamt leistet, zeigt die Leistungsseite; wie ein Ergebnis zustande kommt, erklärt das Prüfverfahren. Alle Prüfbereiche im Überblick: Wissensbasis.

Foto: Mathyas Kurmann, CC0

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