Prüfpunkt crawl-httpErreichbarkeit und Status
Warum dürfen interne Links nicht auf Fehlerseiten führen?
Weil jeder interne Link ein Versprechen ist — an Besucher wie an Suchmaschinen. Führt er auf eine Fehlerseite (Status 4xx oder 5xx), endet der Besucherweg abrupt, und der Suchmaschinen-Crawler verbraucht sein Abruf-Kontingent für Adressen ohne Inhalt. Interne Fehl-Links entstehen selten absichtlich: Eine Seite wird gelöscht oder umbenannt, die Verweise darauf bleiben stehen. Unsere Prüfung folgt den internen Links Ihrer Website und zählt, welche davon im Fehler enden.
Zwei Opfer: Besucher und Crawl-Budget
Für Besucher ist ein toter interner Link eine Sackgasse mitten im eigenen Haus — anders als bei fremden Verweisen hat der Betreiber ihn selbst gesetzt und selbst brechen lassen. Für Suchmaschinen ist er Verschwendung: Der Crawler plant je Domain ein Abruf-Kontingent ein. Jeder Abruf, der in einem Fehler endet, fehlt einer echten Seite. Häufen sich die Fehler, sinkt zudem das Vertrauen in die Verweisstruktur der Domain insgesamt — die Suchmaschine kann sich auf die Wegweiser nicht mehr verlassen.
Was die Prüfung genau misst
Die Prüfung sammelt die internen Links der gemessenen Seiten ein und ruft die Ziele ab. Jede Adresse, die mit einem Fehlerstatus antwortet, wird gezählt; der Bericht nennt die Anzahl und Beispiel-Adressen, sodass die Korrektur direkt beginnen kann. Serverfehler (5xx) wiegen dabei schwerer als nicht gefundene Seiten (4xx): Sie deuten auf ein technisches Problem, das auch andere Seiten treffen kann.
So gehen Sie es an
- Beheben Sie die im Bericht genannten Beispiel-Adressen zuerst — sie stehen stellvertretend für das Muster dahinter.
- Richten Sie beim Löschen oder Umbenennen einer Seite im selben Arbeitsschritt die Weiterleitung ein.
- Suchen Sie nach der Korrektur die verbleibenden Verweise auf die alte Adresse und stellen Sie sie auf das neue Ziel um.
- Wiederholen Sie die Prüfung nach größeren Umbauten — interne Fehl-Links entstehen fast immer als Nebenwirkung.
Weiter im Prüfbereich Technik
- Warum darf die Sitemap keine toten Adressen enthalten?Eine Sitemap ist eine Einladungsliste an Suchmaschinen. Tote Adressen darin verschwenden Crawl-Budget und beschädigen das Vertrauen in alle Einträge.
- Welche Sicherheits-Header sollte ein Webserver senden?Schutz-Kopfzeilen wie Content-Security-Policy oder X-Content-Type-Options kosten nichts, schützen Besucher und sind ein Qualitätssignal der Website.
- Warum soll die Sitemap die endgültige Adresse nennen?Sitemap-Einträge, die weiterleiten, kosten bei jedem Abruf einen zusätzlichen Schritt. Die Liste soll die finale Adresse jeder Seite nennen.
- Warum braucht jede Seite einen eigenen Titel?Tragen mehrere Seiten denselben Titel und verschiedene Canonicals, konkurrieren sie im Suchindex gegeneinander. Eindeutige Titel lösen die Konkurrenz auf.
Dieser Prüfpunkt gehört zum Prüfbereich Technik; dort stehen alle Prüfpunkte im Überblick. Was die Prüfung insgesamt leistet, zeigt die Leistungsseite; wie ein Ergebnis zustande kommt, erklärt das Prüfverfahren. Alle Prüfbereiche im Überblick: Wissensbasis.
Foto: Coby Shimabukuro, CC0





