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Beta — Entwurfsstand. Prüfordnung und Hinweistexte sind noch nicht rechtlich freigegeben; es werden derzeit keine verbindlichen Siegel ausgestellt.

Prüfpunkt cwv-lcpLadezeit

Was ist LCP und warum soll er unter 2,5 Sekunden liegen?

LCP (Largest Contentful Paint) misst die Zeit vom Aufruf einer Seite bis zu dem Moment, in dem ihr größtes sichtbares Element auf dem Bildschirm steht — Google bewertet bis 2,5 Sekunden als gut, über 4 Sekunden als schlecht. Für Besucher ist das der Moment, in dem die Seite „da“ ist. Vorher sehen sie eine Fläche, die noch nichts verkauft und nichts erklärt.

Der Moment, in dem Besucher die Seite als fertig erleben

Das größte sichtbare Element ist meist das Aufmacherbild oder die Hauptüberschrift. Solange es fehlt, wirkt die Seite kaputt oder leer — selbst wenn im Hintergrund längst Daten fließen. Ein Beispiel: Eine Kundin tippt Ihren Firmennamen ins Handy, das Google-Ergebnis erscheint, sie tippt darauf. Ab diesem Fingertipp läuft die LCP-Uhr. Steht Ihr Titelbild nach zwei Sekunden, bleibt sie. Braucht es sechs Sekunden, drückt sie zurück und tippt auf den nächsten Treffer — Ihren Mitbewerber. Der LCP misst also nicht Technik um der Technik willen, sondern genau die Wartezeit, die über Bleiben oder Gehen entscheidet.

Die Google-Schwellen: 2,5 Sekunden gut, ab 4 Sekunden schlecht

Google teilt den LCP in drei Stufen ein: bis 2,5 Sekunden gilt er als gut, bis 4 Sekunden als verbesserungswürdig, darüber als schlecht. Diese Schwellen sind öffentlich dokumentiert, und Google zieht sie auch für das eigene Ranking heran — eine langsame Seite hat es in den Suchergebnissen schwerer. Der Prüfservice übernimmt exakt diese Schwellen, ohne eigene Verschärfung und ohne Nachsicht. Wichtig: Gemessen wird getrennt für Mobiltelefon und Desktop-Rechner. Ein flotter Wert am Bürorechner sagt nichts über das Telefon im Mobilfunknetz, wo die meisten Besucher zuerst ankommen.

So misst der Prüfservice den LCP

Der Prüfservice fragt für jede geprüfte Seite die PageSpeed-Messung von Google ab. Sie liefert zwei Sichten: Felddaten echter Besucher aus einem 28-Tage-Fenster, sofern die Seite genug Aufrufe hat, und eine Labormessung unter festen, gedrosselten Bedingungen. Liegen Felddaten vor, zählen sie — echte Besucher schlagen die Simulation. Jeder Wert über der Schwelle erscheint als Befund im Bericht, mit dem gemessenen Wert, der Quelle der Messung und dem Google-Zielwert daneben. Sie sehen also nicht nur „langsam“, sondern wie langsam, gemessen woran, und wie weit der Weg zum Zielwert ist.

So gehen Sie es an

  1. Öffnen Sie Ihre Startseite am Mobiltelefon über das Mobilfunknetz, nicht über das Büro-WLAN, und beobachten Sie, wie lange das große Bild oder die Hauptüberschrift braucht.
  2. Fragen Sie Ihre Agentur, wie groß die Bilddatei des Aufmacherbildes ist und ob sie in einem modernen, komprimierten Format ausgeliefert wird.
  3. Bitten Sie Ihre Agentur, das wichtigste Bild der Seite mit Vorrang laden zu lassen, statt es hinter Werbeskripten und Schriften anzustellen.
  4. Prüfen Sie den LCP-Wert für Mobil und Desktop getrennt — der Bericht des Prüfservice weist beide eigenständig aus.
  5. Wiederholen Sie die Messung nach jeder größeren Änderung an der Startseite, denn ein neues Titelvideo kann den Wert unbemerkt verdoppeln.

Weiter im Prüfbereich Performance

Dieser Prüfpunkt gehört zum Prüfbereich Performance; dort stehen alle Prüfpunkte im Überblick. Was die Prüfung insgesamt leistet, zeigt die Leistungsseite; wie ein Ergebnis zustande kommt, erklärt das Prüfverfahren. Alle Prüfbereiche im Überblick: Wissensbasis.

Foto: Suohros, CC0

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