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14. September 2026

Search Console: Was Google über Ihre Website weiß und wie Sie es nutzen

Impressionen, Klicks, Positionen, Indexstand: Google zählt, andere Werkzeuge schätzen. Welche Auswertung Entscheidungen trägt, was Rich Results 2026 noch bringen und welche zwei Schritte vor jeder Messung stehen.

Die einzige Quelle, die Google selbst füllt

Jedes SEO-Werkzeug schätzt. Die Search Console zählt. Sie protokolliert, wie oft Ihre Seiten in Google-Ergebnissen erschienen sind, wie oft jemand geklickt hat, für welche Suchanfragen und auf welcher Position. Dazu sagt sie je Adresse, ob Google die Seite im Index hat, welches Canonical es gewählt hat und wann es zuletzt vorbeigekommen ist. Wer seine Sichtbarkeit verstehen will, beginnt hier, und erst danach bei Schätzwerkzeugen wie Sistrix, die den Blick auf Wettbewerber ergänzen.

Was in den Zahlen steckt

  • Impression. Ihre Seite stand in einem Suchergebnis, egal ob jemand bis dorthin gescrollt hat. Auf Platz 47 gibt es Impressionen und keine Klicks.
  • Klick. Jemand hat das Ergebnis angeklickt. Klickrate = Klicks je Impression; sie fällt mit der Position und sinkt auf allen Plätzen, wenn Antwortkästen, Bilder oder Anzeigen davorstehen.
  • Position. Ein Mittelwert über alle Impressionen. Eine Seite, die für eine Anfrage auf 2 und für eine andere auf 40 steht, zeigt in der Summe etwas dazwischen. Aussagekräftig ist die Position je Suchanfrage und die Verteilung: wie viele Anfragen auf 1 bis 3, 4 bis 10, 11 bis 20 stehen.
  • Verzug. Google liefert die Zahlen rund drei Tage später. Ein Tracking, das „bis heute“ zeigt, zeigt Lücken.
  • Reichweite. 16 Monate zurück, je Suchtyp (Web, Bilder, Video, News, Discover) getrennt, nach Land, Gerät und Sucherscheinung filterbar.

Die Auswertung, die sich lohnt

Die meisten Berichte zeigen eine Kurve und zwei Summen. Die Entscheidungen fallen woanders:

  1. Chancen: Suchanfragen mit vielen Impressionen auf Platz 4 bis 20. Die Nachfrage ist da, die Seite ist bekannt, sie überzeugt nur noch nicht. Ein Titel, der die Frage der Suchenden trifft, ein Absatz, der sie beantwortet, und interne Verweise auf die Seite bringen hier die meisten Klicks je Stunde Arbeit.
  2. Absteiger: Anfragen, die drei oder mehr Plätze verloren haben. Die Ursache ist oft technisch (Weiterleitung, geändertes Canonical, noindex, langsame Seite) und in der URL-Inspektion oder im Prüfbereich Indexierung zu finden.
  3. Verlorene Anfragen: Im Vormonat mit Impressionen, jetzt ohne. Die Seite ist aus den Ergebnissen gefallen oder Google hat ein anderes Canonical gewählt.
  4. Nicht indexierte Seiten: Bei „gecrawlt, derzeit nicht indexiert“ fehlt Google ein Grund, die Seite aufzunehmen. Mehr eigener Inhalt, klare Überschriften und interne Links helfen; ein Duplikat einer anderen Seite bleibt draußen.
  5. Sitemap gegen Index: 400 eingereichte Adressen und 120 indexierte sagen, dass zwei Drittel der Website für Google unwichtig oder unerreichbar sind. Diese Lücke steht in keinem Ranking-Bericht.

Genau diese Auswertung liefert der Kundenbereich unter Suchanfragen und Klicks, täglich erhoben, mit Vergleich zum Vorzeitraum; die Bedienung steht im Thema Suchanfragen und Rankings verfolgen.

Rich Results: was Google 2026 noch anzeigt

Viele Betreiber suchen in der Google-Suche nach site: ihrer Domain und wundern sich, dass dort keine Sternchen, Fragen und Bilder erscheinen. Drei Dinge dazu. Erstens zeigt Google beisite:-Abfragen Rich Results nur eingeschränkt; sie sind kein Prüfmittel. Zweitens hat Google im August 2023 FAQ-Rich-Results auf Behörden- und Gesundheitsseiten beschränkt und HowTo-Rich-Results ganz eingestellt; im November 2024 fiel das Suchfeld in den Sitelinks weg. Drittens braucht jede neue oder umgezogene Adresse Zeit, bis Google sie neu bewertet hat.

Was für eine gewerbliche Website übrig bleibt und sich lohnt: Breadcrumbs (der Pfad in der Ergebniszeile statt der nackten Adresse), das Organisations-Logo mit Name und Adresse, Artikel mit Datum und Bild, Produkte mit Preis und Verfügbarkeit, Veranstaltungen, Bewertungen nur mit echten Rezensionen. Ob Google die Auszeichnung erkennt, steht in der Search Console unter „Verbesserungen“ und je Seite in der URL-Inspektion; der Prüfbereich SEO prüft die Auszeichnung selbst auf jeder Seite des Prüfumfangs.

Zwei Schritte, bevor irgendetwas messbar ist

  1. Property bestätigen. Eine Datei im Stammverzeichnis, ein DNS-Eintrag oder das Google-Tag. Ohne Bestätigung sammelt Google zwar, zeigt aber nichts.
  2. Sitemap einreichen. Danach steht in der Search Console je Sitemap, wie viele Adressen Google gelesen und wie viele es aufgenommen hat. Das ist die schnellste Messung, ob eine Website für Google überhaupt existiert.

Danach lohnt sich Geduld: Die ersten belastbaren 28-Tage-Vergleiche gibt es nach zwei Monaten, die erste Saison nach einem Jahr. Wer das Tracking laufen lässt, hat die Reihe dann, wenn er sie braucht.

Dieser Beitrag ist eine technische Einordnung, keine Rechtsberatung. Ob und wie gesetzliche Pflichten auf Ihr Angebot anwendbar sind, klärt eine juristische Beratung. Passend zum Thema: SEO-Prüfung.
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