Der erste Bildschirm: wie viel Text ohne Scrollen sichtbar ist
Der Prüfer misst, wie viel lesbarer Text ohne Scrollen sichtbar ist. Eine Seite, die im ersten Bildschirm nur ein großes Bild und ein Logo zeigt, beantwortet die Frage „bin ich hier richtig" nicht — weder für Besucher noch für ein System, das die Seite auswertet.
Was dazu geprüft wird
2 Prüfpunkte aus dem den erhobenen Signalen dieses Prüfbereichs — die Liste stammt aus dem Messkern, nicht aus diesem Text.
- Inhalt im ersten Bildschirm
Wie viel lesbarer Text ohne Scrollen sichtbar ist — eine Seite, die oben nur ein Bild zeigt, sagt Besuchern und Suchmaschinen zunächst nichts.
- Vier Geräteprofile
Smartphone (390 px), Tablet (768 px), Desktop (1440 px) und Wide (1920 px), im echten Browser gerendert — keine bloße Fensterverkleinerung.
Jeder dieser Punkte steht mit Erklärung in der vollständigen Prüfpunktliste.
Worauf es in der Praxis ankommt
Auf dem Telefon ist der erste Bildschirm klein. Ein Aufmacherbild, das am Desktop ein Drittel der Höhe einnimmt, füllt ihn dort vollständig — der erste Satz beginnt erst nach dem Scrollen.
Es geht nicht darum, Bilder zu vermeiden, sondern darum, dass mit dem Bild auch eine Aussage sichtbar ist: Überschrift, ein bis zwei Sätze, die Handlungsaufforderung.
Die Messung zählt sichtbaren Text, nicht Quelltext. Ein Text hinter einem geschlossenen Aufklappelement zählt nicht mit — er ist beim Aufruf nicht zu lesen.
Häufige Fragen
Ist ein großes Aufmacherbild grundsätzlich falsch?
Nein. Entscheidend ist, ob daneben oder darüber genug Aussage steht. Ein Bild mit Überschrift und Einleitung erfüllt den Zweck, ein Bild allein nicht.
Warum zählt Text hinter einem Aufklappelement nicht?
Weil er beim Aufruf nicht sichtbar ist. Gemessen wird, was ein Besucher ohne weitere Handlung sieht — alles andere wäre eine Aussage über den Quelltext, nicht über die Seite.
Weitere Themen aus Responsive
- Waagrechtes Scrollen beheben: warum Inhalte über den Rand ragen
- Zielgrößen auf dem Telefon: 24×24 Pixel als Untergrenze
- Text, der aus seinem Kasten läuft: Umbruch statt Abschneiden
- Auf welchen Geräten geprüft wird — und warum das Fenster verkleinern nicht genügt
- Die zentrale Schaltfläche: erreichbar ohne langes Scrollen
- Tabellen, Karten und Videos: Elemente, die nicht ins Telefon passen
- Bilder auf schmalen Geräten: Höchstbreite statt fester Breite
- Zweimal messen: warum ein schwankender Befund kein Befund ist
- Zoom nicht sperren: user-scalable=no schließt Menschen aus