Technik · Prüfpunkt
Warum muss eine Website mit Status 200 antworten?
Der Status 200 ist die Antwort eines Servers, wenn er eine Seite fehlerfrei ausliefert — und nur solche Seiten kann Google in seinen Index aufnehmen. Meldet der Server stattdessen einen Fehler, existiert die Seite für die Suchmaschine schlicht nicht. Der Prüfbereich „Indexierung“ ruft Ihre Adresse deshalb genauso ab wie Google und protokolliert, welche Antwort am Ende der Kette wirklich zurückkommt.
Der Statuscode 200 in einfachen Worten
Jeder Abruf einer Webadresse endet mit einem Zahlencode, den der Server zurückmeldet. 200 bedeutet: „Alles in Ordnung, hier ist die Seite.“ 404 bedeutet: „Diese Seite gibt es nicht.“ 500 bedeutet: „Der Server hat ein internes Problem.“ Sie können sich das wie einen Anruf in einem Geschäft vorstellen: Bei 200 hebt jemand ab und hilft weiter. Bei 404 ist die Nummer nicht vergeben. Bei 500 hebt zwar jemand ab, kann aber nicht sprechen. Nur die erste dieser drei Antworten ist eine Seite, die Google seinen Nutzern zeigen kann — alle anderen fallen aus dem Suchindex heraus oder kommen gar nicht erst hinein.
So prüfen wir die Erreichbarkeit
Der Prüfbereich „Indexierung“ ruft Ihre Adresse ab und folgt dabei jeder Weiterleitung bis zum endgültigen Ziel. Entscheidend ist die letzte Antwort in dieser Kette: Sie muss der Status 200 sein. Eine Adresse, die zuerst weiterleitet und dann in einem Fehler endet, gilt als nicht erreichbar — auch wenn der erste Schritt noch harmlos aussah. Für jede Anfrage warten wir höchstens 20 Sekunden; meldet sich der Server bis dahin gar nicht, ist auch das ein Befund. Diese Regel trägt 15 von 100 Punkten des Prüfbereichs, denn sie ist die Grundvoraussetzung: Ohne funktionierende Auslieferung ist jede weitere Prüfung gegenstandslos.
Fehlerseiten kosten Kunden und Sichtbarkeit
Eine Fehlerseite trifft immer zwei Gruppen zugleich. Suchmaschinen nehmen die Adresse aus dem Index oder gar nicht erst auf — Ihre Seite verschwindet aus den Ergebnissen. Und Besucher, die über einen alten Link, ein Lesezeichen oder eine gedruckte Anzeige kommen, stehen vor einer Fehlermeldung statt vor Ihrem Angebot. Besonders tückisch sind Adressen, die nach einem Website-Umbau ins Leere führen: Der Fehler fällt intern niemandem auf, weil alle Beteiligten längst die neue Adresse verwenden. Das Prüfprotokoll hält deshalb die gesamte Antwortkette fest, damit sichtbar wird, an welcher Stelle sie bricht.
So gehen Sie es an
- Rufen Sie Ihre wichtigsten Seiten regelmäßig selbst auf — auch Unterseiten wie Kontakt, Leistungen und Impressum, nicht nur die Startseite.
- Prüfen Sie die Adressen aus Drucksorten, Anzeigen und E-Mail-Signaturen: Jede davon soll auf eine funktionierende Seite führen.
- Bitten Sie Ihre Agentur nach jedem Umbau um einen Test aller alten Adressen — sie sollen weiterhin eine funktionierende Seite erreichen.
- Richten Sie eine hilfreiche Fehlerseite ein, die auf Startseite und Suche verweist — für Besucher, die trotzdem auf einen toten Link geraten.
Häufige Fragen
Was bedeutet Status 200 bei einer Website?
Status 200 ist die Antwort eines Webservers, wenn er eine angeforderte Seite fehlerfrei ausliefert. Der Code gehört zum HTTP-Standard, nach dem Browser und Server miteinander sprechen. Für Suchmaschinen ist er die Eintrittskarte: Nur Seiten, die mit 200 antworten, können in den Suchindex aufgenommen werden.
Was passiert, wenn meine Seite den Fehler 404 liefert?
404 bedeutet, dass es unter dieser Adresse keine Seite gibt. Besucher sehen eine Fehlermeldung, Suchmaschinen entfernen die Adresse mit der Zeit aus ihrem Index. Häufigste Ursache ist ein Website-Umbau, bei dem alte Adressen nicht auf die neuen umgeleitet wurden. Die Prüfung deckt solche Brüche auf.
Warum endet eine Weiterleitung manchmal im Fehler?
Eine Weiterleitung schickt den Aufruf an eine andere Adresse weiter. Existiert dieses Ziel nicht mehr — etwa nach einem weiteren Umbau — endet die Kette in einer Fehlermeldung. Die Prüfung folgt jeder Kette bis zum Schluss und bewertet die letzte Antwort, nicht den ersten Schritt.
Gilt eine Seite als erreichbar, wenn sie sich bei mir im Browser öffnet?
Meist ja, aber der eigene Eindruck kann täuschen. Der Browser zeigt manchmal eine gespeicherte Fassung, oder ein angemeldeter Zugang liefert mehr als ein anonymer Abruf. Die Prüfung ruft die Seite so ab wie eine Suchmaschine — von außen und ohne Anmeldung. Diese Antwort zählt.
Weiter im Prüfbereich Technik
- Warum erscheint meine fertige Website nicht bei Google?Häufigste Ursache: ein vergessenes noindex. Diese eine Anweisung schließt die Seite vollständig aus dem Google-Index aus.
- Wie viele Weiterleitungen verträgt eine Webadresse?Jede Weiterleitung kostet Ladezeit und Crawl-Budget. Ideal antwortet die Adresse direkt — die Prüfung zählt, wie viele Sprünge dazwischenliegen.
- Was ist eine kanonische Adresse und wozu dient sie?Die kanonische Adresse sagt Google, welche von mehreren Varianten einer Seite gilt. Ohne sie verteilt sich die Sichtbarkeit auf Duplikate.
- Was ist eine meta-refresh-Weiterleitung und warum schadet sie?meta-refresh- und JavaScript-Weiterleitungen sind für Suchmaschinen unzuverlässig. Die saubere Lösung ist eine Weiterleitung direkt vom Server.
Dieser Prüfpunkt gehört zum Prüfbereich Technik — dort stehen alle Prüfpunkte im Überblick. Was die Prüfung insgesamt leistet, zeigt die Leistungsseite; wie ein Ergebnis zustande kommt, erklärt das Prüfverfahren. Alle Prüfbereiche im Überblick: Wissensbasis.