Passive Erkennung: kein einziger zusätzlicher Abruf
Der Software-Stand wird vollständig aus bereits abgerufenem HTML und den zugehörigen Kopfzeilen ermittelt. Er löst keinen einzigen zusätzlichen Abruf aus — für den geprüften Server ist dieser Prüfpunkt kostenlos.
Was dazu geprüft wird
4 Prüfpunkte aus dem Software-Stand-Regelwerk des Prüfdienstes — die Liste stammt aus dem Messkern, nicht aus diesem Text.
- Keine Bibliothek ohne Herstellerpflege eingebunden · lib-gepflegt
- System nennt seine Version nicht öffentlich · system-version-verborgen
- Erweiterungen nennen ihre Version nicht öffentlich · erweiterung-version-verborgen
- Antwort-Header nennen keine Software-Versionen · server-signatur-verborgen
Jeder dieser Punkte steht mit Erklärung in der vollständigen Prüfpunktliste.
Worauf es in der Praxis ankommt
Das ist eine bewusste Bauentscheidung: Ein Prüfpunkt, der Pfade abklopft, um ein System zu erkennen, wäre ein Scan. Genau das schließt die Passivitätszusage der Prüfordnung aus.
Der Preis dafür ist Unschärfe. Systeme, die keine Spuren im ausgelieferten HTML hinterlassen, werden nicht erkannt — und der Bericht sagt das, statt eine Erkennung zu behaupten.
Erkannt werden Redaktions- und Shopsysteme, Foren, Lernplattformen, Wikis, Baukästen und Anwendungsrahmen. Die Zuordnung erfolgt über Merkmale im ausgelieferten Code, nicht über Versuche.
Häufige Fragen
Warum sucht die Prüfung nicht nach bekannten Pfaden?
Weil das ein Scan wäre. Die Prüfordnung schließt Schwachstellen- und Portprüfungen ausdrücklich aus — und ein Prüfdienst, der Zugänge abklopft, wird selbst zum Risiko.
Belastet die Prüfung unseren Server?
Für diesen Prüfpunkt gar nicht. Er wertet aus, was ohnehin für die übrigen Prüfbereiche abgerufen wurde.
Weitere Themen aus Software-Stand
- Bibliotheken ohne Herstellerpflege: der einzige schwere Befund
- Die Versionsnummer des Systems: warum sie nicht nach außen gehört
- Erweiterungen und ihre Versionen: das größere Angriffsfeld
- Antwort-Kopfzeilen: welche Software der Server von sich erzählt
- Nichts erkennbar heißt nicht sicher
- Welche Systeme erkannt werden — und woran
- Warum dieser Prüfbereich nie „kritisch" meldet
- Die Gewichtung: warum eine Regel doppelt so viel zählt wie die anderen
- Kein Sicherheitsscan: was dieser Prüfbereich bewusst auslässt